Jeder Tag sei eine Gnade
Jeder Tag sei eine Gnade,
jedes Leben eine Sage,
dass ein jeder sich ertrage
und ein Auge auf sich habe,
immerzu den Anfang wage,
ohne künstliches Gehabe
sein Gewissen stets befrage
und auf Händen selbst sich trage,
dass Gottes Reich ins Leben rage,
auch in aussichtsloser Lage,
ganz konkret und nicht nur vage,
- Himmel, was ich alles sage -
und hoffentlich kein Zweifel nage,
wo ich doch so leicht verzage,
ob ich es nicht doch vertage,
dieses Leben, diese Gnade?!
Nein, am Anfang und am Ende
reiche ich mir selbst die Hände,
Sonnenlicht bescheint die Wände,
- Grenzen, die ich sonst nicht fände -
und ein guter Geist, er sende
allem Schlimmen eine Wende,
dass die Liebe nicht verfremde,
die im Menschen, der sie trägt,
tief im Herzen Wurzeln schlägt
Bild & Text: Werner Forster
Verlag, Kreativwerkstatt, Ideenschmiede für Wort, Bild, Ton
