Poetischer Adventskalender

PoesieTürchen 3

Man glaubt es kaum

 

Man glaubt es kaum, die Welt ist ein Traum.

Nein, nicht einerlei, man ist mit dabei.

Sag, ist es gerecht, die Welt ist nicht echt?

Das soll man versteh'n: Ein Kommen und Geh'n

 

Ach wenn sie nur bliebe, in Schönheit und Liebe,

doch scheint mir bewiesen: die Welt ist im Fließen,

schau, jegliches Handel lässt flugs sie verwandeln.

Ich hab's mir gedacht: Gedanken sind Macht

 

Bild' ich mir's nur ein, alle Welten sind mein?

So bleibt zu bekunden, ICH hab' sie erfunden:

Am Anfang und End' erschaff' ich jeden Moment

und ertapp mich dabei: die Gedanken sind frei

Bild & Text: Werner Forster