Sigmund Freud

Ich bin Sigmund Freud, Goethe, Hinz und Kunz,

das Finanzamt, die Justizvollzugsanstalt, das Theater,

ich bin mein eig`ner Gedanke.


Ich bin Sigmund Freud, Goethe, Hinz und Kunz,

das Finanzamt, die Justizvollzugsanstalt, das Theater,

ich bin mein eig`ner Gedanke.

Krieg und Frieden bin ich, Fort- und Rückschritt,

Veränderung, Misstrauen, Vertrauen und Liebe.

Ich bin alles Erlebbare, jegliches Tun und Lassen,

ich bin ich, letztendlich auch du und das wir.

 

Jeden Geist habe ich heraufbeschworen,

jedes „Aha-Erlebnis“ kommt von mir.

Die uralte Weisheit – Nichts geschieht zufällig - ,

habe ich mir ausgedacht, Krankheit und Gesundheit,

Magenschmerzen, Euphorie,

Mutterwitz, Ironie und jede Tragödie.

 

Ich bin Schöpfer,

der Schöpfer all meines Denkens und der Welt.

Das Unausgesprochene und Zuvielgesagte,

Rast und Ruh, Unrast und Unruh,

Wohlstand, Hungersnot, jegliches Sein und Nichtsein,

Tun und Versäumnis – alles geschieht durch mich

oder es geschieht auch nicht,

weil ich es mir nicht ausgedacht habe.

Die Gedanken sind mächtig, erschaffend,

einzigartig und frei . . . ?!

 

Denken verändert, kreiert, zerstört,

in jedem Moment allüberall die Wirklichkeit,

meine Wirklichkeit und somit deine.

Ich sehne mich so nach liebenden Gedanken,

weil sie unendliche Himmel erschaffen.

Sobald ich dieses verstanden habe, hast du es auch,

weil du, ja gerade DU(!) - ich darf dich doch „Duzen“ –

ich selbst bin.

 

Denken, so wie ich es verstehe und erLEBE,

mein Denken - ist unendlich, wenn ich es zulasse.

Der Horizont wächst mit jedem Gedanken.

Darum muss ich gut, behutsam und verantwortungsvoll

mit ihnen umgehen, weil ja alles geschieht.

 

Sobald die Welt lieblos erscheint, ändere ich mein Denken.

Das Wort „Weltanschauung“ ist wahres Wissen,

Weisheit, reinste Philosophie:

Weltanschauung – pures Ich erschafft, sieht, erfährt, gestaltet

das „InMirDrin“ das „DrumHerum“, die Welt.

 

Mächtige Gedanken erschaffen Mächtiges,

ohnmächtige Ohnmächtiges,

sofort und hier, wenn man es will,

im Guten, wie im Bösen.

Aber wem sage ich das,

du bist ja ich . . . und ich bin Sigmund Freud . . .

 

(c) Werner Forster 16. November 2011

 

PS: Vor diesem Text war ich gar nicht so überzeugt,

wie kraftvoll Gedanken tatsächlich wirken . . .

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